Kurzantwort
Eine Word-Vorlage ist gut für Entwurf und Prüfung, aber schwach als freigegebener Nachweis. Nach fachlicher Freigabe sollte ein stabiler PDF-Stand für Aushang, Unterweisung und Archiv erzeugt werden.
- Word für Bearbeitung und Kommentare
- PDF für freigegebenen Stand
- Version und Sicherheitsdatenblatt sichtbar halten
- Entwurf, Prüfung und Freigabe trennen
Word als Bearbeitungsformat
Eine Word-Datei ist praktisch, solange Inhalt, Quelle und Bearbeitungsstand nicht verloren gehen. Bei Gefahrstoffen ist besonders wichtig, dass die Vorlage nicht wie ein fertiger Nachweis behandelt wird.
- Sicherheitsdatenblatt-Version notieren
- Stoff, Tätigkeit und Arbeitsbereich eintragen
- Bearbeiter, Prüfer und Freigabe trennen
- Änderungen nachvollziehbar halten
- Dateiname mit Stoff, Bereich, Version und Datum führen
Gefahrstofffelder nicht leer lassen
Die Vorlage sollte Beschäftigte nicht mit allgemeinen Textbausteinen alleinlassen. Schutzmaßnahmen müssen zum Produkt und zur Tätigkeit passen.
- Gefahren und Piktogramme verständlich übertragen
- PSA, Hygiene und Lüftung konkret benennen
- Mischverbote und Lagerhinweise prüfen
- Notfall, Erste Hilfe und Entsorgung ergänzen
Typische Word-Risiken
Word-Dateien werden oft per E-Mail weitergegeben. Dadurch entstehen leicht parallele Fassungen, bei denen nicht mehr klar ist, welcher Stand gültig ist.
- mehrere Bearbeitungskopien vermeiden
- Kommentare vor Freigabe bereinigen
- alte Entwürfe getrennt archivieren
- Unterweisung nicht auf unfertige Fassung stützen
Vom Entwurf zum Nachweis
Nach Freigabe sollte klar sein, welcher Stand ausgehängt, unterwiesen oder archiviert wurde. ArbeitsschutzPilot kann Word-Entwürfe in einen dokumentierten Workflow überführen.
- PDF-Export der freigegebenen Fassung speichern
- Unterweisung mit Version verknüpfen
- Review-Termin setzen
- alte Entwürfe vom gültigen Stand trennen
Offizielle Grundlagen zur Gefahrstoff-Word-Vorlage
Diese Seite behandelt den Word-Workflow. Sie ersetzt keine fachkundige Prüfung der Gefahrstoffinhalte.
- § 14 GefStoffV und TRGS 555 beachten
- Sicherheitsdatenblatt und Gefährdungsbeurteilung auswerten
- TRGS 400 für den Bewertungszusammenhang einbeziehen
- Word-Datei nicht als ungeprüfte Standardlösung verwenden
- bei kritischen Stoffen fachkundige Unterstützung einbeziehen