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Ausfüllbare Gefährdungsbeurteilung mit 64 Prüfpunkten öffnen
Das Formular funktioniert am Bildschirm und auf Papier. Zu jedem Kriterium gehören die leeren Statusfelder Ja, Nein und nicht anwendbar sowie ein Eingabefeld für Befund und Begründung. Vier Maßnahmenblöcke verbinden offene Abweichungen mit Zuständigkeit, Termin, Zwischenregel, Wirkungsbeleg und Freigabeentscheidung.
| Formulareigenschaft | Konkrete Ausführung |
|---|---|
| Dateiformat | digital bearbeitbare PDF, zugleich für den A4-Ausdruck angelegt |
| Umfang | zehn Seiten, acht Themenfelder und insgesamt 64 Kriterien |
| Ausgangszustand | sämtliche Bewertungen, Notizen und Freigaben leer |
| Baustellenbezug | Auftrag, Dachbereich, Tätigkeit, Bauphase, Kolonne und Kontakte |
| Schutzschwerpunkte | Durchsturz, Absturzkanten, Zugang, Gerüst, Wetter, Geräte und Rettung |
| Aufgabensteuerung | Befund, Priorität, Aktion, Verantwortung, Fälligkeit und Zwischenregel |
| Wirkung | separater Nachweis, Restrisiko, Freigabegrenze und Review-Anlass |
| Quellenstand | redaktionell geprüft am 18. August 2026 |
Aufbau der zehn Seiten
- Bauvorhaben und Dokumentenrahmen: Unternehmen, Auftraggeber, Dachbereich, Dachart, Tätigkeit, Kolonne, Verantwortliche und Review.
- Auftrag und Arbeitsgrenze: Dachgeometrie, Zustand, Tragfähigkeit, Bauabschnitte, Qualifikation und ausgeschlossene Sonderaufgaben.
- Übergabe und Koordination: Bestandsinformation, SiGe-Plan, andere Gewerke, Gebäudenutzung, Notfall, Versorgung und Änderungen.
- Zugang und Transport: Aufstieg, Übergang, Laufwege, Fördermittel, Materiallagerung, herabfallende Teile, Ordnung und Beleuchtung.
- Absturz und Durchsturz: Kanten, Öffnungen, Lichtkuppeln, nicht tragfähige Bereiche, kollektive Sicherung und geschlossene Übergänge.
- Gerüste und Arbeitsmittel: Nutzungseignung, Sichtkontrolle, Änderungen, Dachleitern, Maschinen, Elektrik und Mängelsperre.
- Witterung und Stoffe: Stop-Kriterien, Wiederanlauf, Hitze, Bestandsmaterialien, Arbeitsstoffe, Brand, Staub, Lärm und Anlagen.
- PSAgA und Rettung: Auswahlbegründung, System, Anschlagung, Fallraum, Kompatibilität, praktische Übung und Rettungsprobe.
- Organisation und Review: Unterweisung, Aufsicht, Startkontrolle, Stopp, Ereignisse, Änderungen, Wirkungsbeleg und Versionsstand.
- Maßnahmenabschluss: vier Aufgabenpakete sowie Gesamturteil, Einschränkungen, Stop-Punkte und verantwortliche Freigabe.
Zehn sichtbare Wettbewerber im Vergleich
Vor der Überarbeitung wurden am 18. August 2026 zehn sichtbare Ergebnisse für die konkrete Suchabsicht geprüft. Suchpositionen variieren nach Standort, Sprache, Gerät und Zeitpunkt. Die Tabelle dokumentiert deshalb den untersuchten Wettbewerb und seinen Nutzwert, keine dauerhaft feste Reihenfolge.
| Ergebnis | Was dort verfügbar ist | Offener Bedarf beim direkten PDF-Intent |
|---|---|---|
| BAuA Handlungshilfe Dachdecker | amtlicher Verweis auf die BG BAU Handlungshilfe mit Gewerkauswahl | Bearbeitungsstand 2014 und Weiterleitung statt sofort nutzbarem Blankoformular |
| SafetyCulture Dacharbeiten | bearbeitbare Community-Vorlage mit breiter Themenliste | Plattformabruf; SafetyCulture weist selbst auf die nicht verifizierte Community-Herkunft hin |
| Kompetenzzentrum Dachdecker und Zimmerer | zweiseitige ergänzende Baustellenbeurteilung von 2019 | statische Kurzform mit wenig Platz für jeden Einzelbefund und dessen Wirkungsnachweis |
| Dachdecker.com Musterartikel | kurzer Ratgeber zu Musterwahl und Maßnahmen | allgemeine Information ohne eigenen Dachdecker-Download oder aktuellen Quellenvergleich |
| ZVDH Veröffentlichungen | Branchenveröffentlichungen mit Hinweis auf digitale Gefährdungsbeurteilung | umfangreiches Downloadverzeichnis statt direkt erkennbarem blanken PDF-Ablauf |
| BG BAU KMU-Mappe Dacharbeiten | fachlich starke Mappe mit Vorüberlegung und Bausteinheft | 25 Euro beziehungsweise Mitgliederzugang; kein unmittelbares freies Bildschirmformular |
| AMD der BG BAU Gefährdungsprofil | achtseitiges Profil typischer Belastungen und Vorsorgebezüge | Informations- und Beratungsprofil, nicht baustellenbezogene Maßnahmenakte |
| Einfache Gefährdungsbeurteilung Dachdecker | kommerzielle Excel-Datei mit 38 vorformulierten Risikosituationen | bezahltes, bereits ausgefülltes Berufsmodell statt neutraler Vor-Ort-Ermittlung |
| Arbeitsschutz-Brandschutz-Vorlagen Dachdeckerei | Katalog aus Beurteilung, Prüfungen, Arbeits- und Gefahrstoffunterlagen | Produktübersicht statt kostenloser Einzeldatei mit vollständig leerem Status |
| Gewerkbezogenes Verfahren Hessen | Bericht über ein in Innungsbetrieben erprobtes Ordnerverfahren | Konzeptbeschreibung und Vertriebsweg, aber kein direkter aktueller Baustellenbogen |
Kein untersuchter Treffer verbindet einen freien Direktabruf mit blanken Einzelbewertungen zu Dachzustand, kollektiver Schutzrangfolge, Wetterstopp, Bestandsstoffen, PSAgA-Rettung und messbarer Maßnahmenwirkung. Der neue Download übernimmt genau diese Dokumentationsaufgabe, ohne technische Freigaben zu erfinden.
Direktantwort: Was muss bei Dacharbeiten beurteilt werden?
Die Gefährdungsbeurteilung richtet sich nach der wirklichen Tätigkeit und Baustelle. § 5 ArbSchG erfasst Arbeitsstätte, physikalische, chemische und biologische Einwirkungen, Arbeitsmittel, Verfahren, Abläufe, Arbeitszeit, Qualifikation und psychische Belastung. Gleichartige Bedingungen können gebündelt werden. Abweichende Dachflächen, Bauphasen oder Schutzsysteme brauchen eine erkennbare Ergänzung.
| Betrachtungsfeld | Leitfrage vor Arbeitsbeginn | Geeigneter Beleg |
|---|---|---|
| Dach und Bestand | Wo wird gearbeitet und welche Flächen tragen oder sichern zuverlässig? | Plan, Bestandsangabe, Begehung, fachkundige Prüfung |
| Tätigkeit | Welche Arbeit erfolgt in welchem Abschnitt und mit welchen Geräten? | Arbeitsablauf, Verfahren, Herstellerinformation |
| Exposition | Wer kann wie abstürzen, durchbrechen, getroffen oder stofflich belastet werden? | Gefahrenstellenplan, Beobachtung, Stoffinformation |
| Schutzsystem | Welche vorrangige kollektive Lösung verhindert oder fängt das Ereignis? | Aufbauplan, Übergabe, Kontrollnachweis |
| Änderung | Welches Ereignis entkräftet die aktuelle Freigabe? | Stop-Regel, Wetterkriterium, Mängelmeldung |
| Wirkung | Woran wird die tatsächliche Schutzfunktion nachgewiesen? | Funktionskontrolle, Begehung, Probe, Freigabeprotokoll |
§ 6 ArbSchG verlangt Unterlagen zum Ergebnis, zu den festgelegten Maßnahmen und zum Ergebnis ihrer Überprüfung. Deshalb trennt die PDF den beobachteten Befund von Aufgabe, Umsetzung und späterem Wirkungsbeleg.
Gefährdungsbeurteilung für Dachdecker in acht Schritten
1. Arbeitsbereich räumlich begrenzen
Bezeichnen Sie Gebäude, Dachfläche, Bauabschnitt, Zugang, Materialübergabe und Bereiche unterhalb. Dachart oder Berufsname allein reichen nicht. Neigung, Höhe, Kanten, Versätze, Öffnungen, Dachaufbauten und die darunterliegenden Ebenen bestimmen mögliche Absturz- und Aufprallfolgen. Eine Skizze oder ein markierter Plan verhindert, dass unterschiedliche Flächen unter derselben Freigabe verschwimmen.
2. Tragfähigkeit und Durchsturz klären
Ermitteln Sie Dachaufbau, Bauzustand, bekannte Schäden und nicht tragfähige Bauteile. Lichtkuppeln, Lichtbänder, Platten, Abdeckungen oder gealterte Bereiche werden nicht aufgrund ihres Aussehens als sicher eingestuft. Fehlt ein belastbarer Nachweis, wird die Fläche bis zur fachkundigen Klärung als Gefahrenbereich behandelt und gegen Betreten gesichert.
3. Arbeitsfolge und Schnittstellen zerlegen
Beschreiben Sie Aufstieg, Transport, Vorbereitung, eigentliche Dacharbeit, Materialwechsel, Unterbrechung und Abtransport. Ordnen Sie gleichzeitig Kran, Gerüst, Aufzug, Elektrik, Gebäudenutzung und andere Gewerke zu. Eine Gefährdungskette kann lauten: Während eine Palette an der Dachkante übernommen wird, gerät loses Verpackungsmaterial in den Wind und fällt in einen weiterhin genutzten Zugang. Damit werden Schutzbereich, Übergabe, Sicherung und Koordination prüfbar.
4. Absturz zunächst kollektiv verhindern
Prüfen Sie belastbare Abdeckungen, Seitenschutz, Umwehrungen oder andere zwangsläufig wirkende Lösungen. Erst wenn eine Absturzsicherung aus arbeitstechnischen Gründen nicht verwendet werden kann, wird eine Auffangeinrichtung betrachtet. Persönliche Absturzschutzausrüstung folgt als nachrangige Lösung und erfordert eine eigene System- und Rettungsplanung.
5. Stop-Kriterien vorab definieren
Legen Sie fest, bei welchem Dachzustand, Wetter, Gerüstmangel, fehlenden Kontakt, ungeklärten Material oder veränderten Arbeitsbereich nicht begonnen beziehungsweise unterbrochen wird. Der Eintrag beschreibt auch, wer den Bereich sichert, wen die Kolonne informiert und wer nach der Korrektur erneut freigibt. So wird ein Stopp zur vorgesehenen Schutzhandlung statt zur improvisierten Diskussion.
6. Maßnahmen ausführbar formulieren
“Absturz sichern” nennt weder Lösung noch Verantwortlichen. Ein bearbeitbarer Auftrag beschreibt Gefahrenstelle und Schutzziel, legt die technische oder organisatorische Änderung fest, benennt Zuständigkeit und Termin und regelt die Zeit bis zur Erledigung. Bei unmittelbarer Gefahr ist eine weitere Dacharbeit keine zulässige Zwischenregel.
7. Schutzwirkung praktisch kontrollieren
Kontrollieren Sie nicht nur, ob Bauteil oder Ausrüstung vorhanden ist. Seitenschutz muss den vorgesehenen Bereich lückenlos schützen, ein Dachausstieg braucht einen sicheren Übergang und eine Rettungskette muss im wirklichen Zugang funktionieren. Der Nachweis wird möglichst vor Umsetzung definiert und einer konkreten Person zugeordnet.
8. Freigabe an Veränderungen binden
Baufortschritt, neues Gerüstfeld, anderer Dachabschnitt, geänderte Kolonne, Gerätewechsel, Materialfund und Wetterwechsel können die Beurteilung verändern. Führen Sie diese Auslöser neben einem geplanten Review-Termin. Nach längerer Unterbrechung oder einem Mangel wird der betroffene Schutzrahmen kontrolliert, bevor die Arbeit wieder beginnt.
Welche Absturzregeln gelten auf einer Dachbaustelle?
Der Anhang der Arbeitsstättenverordnung unterscheidet allgemeine Arbeitsplätze und besondere Baustellensituationen. Allgemein wird eine Absturzgefahr bei mehr als einem Meter genannt. Auf Baustellen müssen Schutzvorrichtungen unabhängig von der Höhe über Wasser oder versinkbaren Stoffen, bei mehr als einem Meter an bestimmten Öffnungen und Treppenbereichen sowie bei mehr als zwei Metern an den übrigen Arbeitsplätzen vorhanden sein.
Die Verordnung enthält außerdem eine enge Ausnahme bis drei Meter für Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Dächern oder Geschossdecken. Gleichzeitig müssen die Fläche höchstens 22,5 Grad geneigt und höchstens 50 Quadratmeter groß, die Beschäftigten fachlich qualifiziert und körperlich geeignet, besonders unterwiesen und die Kante deutlich erkennbar sein. Fehlt eine Voraussetzung, trägt die Ausnahme nicht.
| Zahl aus dem Anhang | Richtige Aussage | Häufiger Fehlschluss |
|---|---|---|
| mehr als 1 Meter | allgemeine Definition und besondere Baustellenfälle beachten | unterhalb davon bestehe nie eine relevante Gefahr |
| mehr als 2 Meter | Schwelle für Schutzvorrichtungen an sonstigen Baustellenarbeitsplätzen | jede Dacharbeit bis zwei Meter sei automatisch ungesichert erlaubt |
| bis 3 Meter | begrenzte Ausnahme bei gleichzeitig erfüllten Zusatzbedingungen | drei Meter sei die allgemeine Dachdeckergrenze |
| 22,5 Grad und 50 Quadratmeter | zwei von mehreren kumulativen Bedingungen | eine passende Neigung allein genüge |
Diese Zahlen betreffen Absturzschutz, nicht die pauschale Pflicht zu einer sogenannten G41. Die Seite G41-Untersuchung ab welcher Höhe behandelt die getrennte arbeitsmedizinische und arbeitsrechtliche Frage.
Schutzmaßnahmen in der richtigen Reihenfolge auswählen
Die TRBS 2121 konkretisiert Absturzgefährdungen bei der Verwendung von Arbeitsmitteln. Sie verlangt den Vorrang technischer vor organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen. Innerhalb des Absturzschutzes lautet die Reihenfolge Absturzsicherung, Auffangeinrichtung und erst danach persönliche Schutzmaßnahme.
| Rang | Schutzziel | Beispiele für die fachkundige Prüfung |
|---|---|---|
| 1. Absturzsicherung | Absturz kann nicht eintreten | Abdeckung, Umwehrung, Seitenschutz, gesicherter Laufsteg |
| 2. Auffangeinrichtung | fallende Person wird kollektiv aufgefangen | Fanggerüst, Dachfanggerüst, Schutznetz |
| 3. persönliche Maßnahme | ausgewählte Person wird durch ein System gesichert | Rückhalte- oder Auffangsystem mit geeigneter Anschlagung |
Kosten, kurzer Termin oder bereits vorhandene Gurte ändern diese Rangfolge nicht. Die Begründung muss aus Eigenart von Tätigkeit, Arbeitsplatz und technisch erreichbarer Schutzwirkung entstehen. Für die ausführliche Methodik ist TRBS 2121 die führende Seite; der PDF-Artikel dokumentiert nur ihre Anwendung auf den bezeichneten Dachabschnitt.
Die im September 2025 vollständig überarbeitete DGUV Information 201-056 erweitert die Planungsperspektive. Sie betrachtet unter anderem Häufigkeit und Planbarkeit der Dachnutzung, Tageszeit, Wetter sowie die Personengruppen, die die Dachfläche betreten. Die Onlinefassung enthält Korrekturen vom 28. Oktober 2025.
Sicheren Zugang und Materialfluss gemeinsam planen
Der Aufstieg ist ein eigener Arbeitsabschnitt. Prüfen Sie zuerst fest eingerichtete Dachausstiege, Treppen oder andere sicherere Lösungen. Eine tragbare Leiter wird nicht deshalb gewählt, weil sie im Fahrzeug liegt. Aufgabe, Aufstiegshöhe, Benutzungsdauer, Untergrund, Leiterkopfsicherung, Überstieg und mitgeführte Lasten gehören in die Auswahl. Die Detailanforderungen bleiben auf der Seite Leiterprüfung.
Material sollte nicht über denselben ungeschützten Übergang getragen werden, den Beschäftigte zum Aufstieg nutzen. Kran oder Aufzug brauchen eine sichere Übergabefläche, passende Lastaufnahmemittel, abgesperrte Bereiche und eine Abstimmung mit dem Kanten- und Gerüstschutz. Lagerlasten werden mit Tragfähigkeit, Verteilung, Windangriffsfläche und Abstand zu Öffnungen zusammen bewertet.
Gerüstübergabe und Nutzerkontrolle unterscheiden
Ein Gerüst ist nur dann ein wirksamer Dachschutz, wenn Konstruktion, Schutzfunktion, Last und Übergänge zum Auftrag passen. Die TRBS 2121 Teil 1 behandelt Planung, Aufbau und Verwendung von Gerüsten. Der Dachdeckerbetrieb kontrolliert vor Nutzung den für ihn erkennbaren Zustand und reagiert auf Abweichungen, verändert das Gerüst aber nicht eigenmächtig.
| Vor Dacharbeitsbeginn kontrollieren | Bei Abweichung dokumentieren |
|---|---|
| Kennzeichnung, freigegebener Nutzungszweck und Lastklasse | betroffener Bereich und konkrete Unstimmigkeit |
| sichere Zugänge und geschlossene Übergänge | sofortige Sperre oder kontrollierte Einschränkung |
| Beläge, Seitenschutz, Schutzwand und Durchdringungen | Information an zuständige Gerüst- oder Bauleitung |
| Abstand zum Bauwerk und Anschluss am Dachbereich | fachkundige Korrektur und erneute Nutzerkontrolle |
Eine Unterschrift in der Dachdecker-PDF ersetzt weder Aufbau- und Verwendungsanleitung noch die erforderliche Prüfung oder Übergabe des Gerüstes. Sie belegt, wie der Arbeitgeber den bereitgestellten Zustand für seine konkrete Verwendung beurteilt und Mängel wirksam behandelt hat.
Witterung als dynamische Freigabebedingung führen
Wind, Gewitter, Nässe, Eis, Schnee, Hitze und schlechte Sicht wirken je nach Dach und Tätigkeit unterschiedlich. Wind kann Personen, Platten, Bahnen oder lose Teile erfassen. Regen verändert Haftung und Rutschverhalten. Gewitter kann bei exponierten Flächen und elektrischen Einrichtungen zusätzliche Gefahren schaffen. Ein pauschaler Zahlenwert im Formular wäre deshalb weder vollständig noch für jedes System richtig.
| Beobachtung | Vorher festgelegte Entscheidung | Nachweis vor Wiederaufnahme |
|---|---|---|
| Wind nimmt zu | Tätigkeit oder Materialhandling an vereinbarter Grenze stoppen | aktuelle Lage passt wieder zu Verfahren und Herstellerangaben |
| Dachfläche wird nass oder vereist | Gefahrenbereich nicht betreten oder sicher verlassen | Oberfläche und Zugang wurden erneut kontrolliert |
| Gewitter nähert sich | exponierte Arbeit rechtzeitig beenden | verantwortliche Person bestätigt sicheren Neustart |
| Hitze oder starke Strahlung | Arbeitszeit, Pausen, Schatten und Flüssigkeit anpassen | Schutzorganisation ist für die Restschicht umsetzbar |
| Sicht wird unzureichend | Kantenarbeit, Transport oder Maschinenbetrieb unterbrechen | ausreichende Sicht und Beleuchtung sind wieder vorhanden |
Die PDF fragt deshalb nach Stop-Kriterien, Beobachtung und Wiederanlauf. Vorhersage, eigene Wahrnehmung, Baustellenverantwortung und technische Grenzen des verwendeten Systems werden gemeinsam betrachtet.
Herabfallende Gegenstände und Fremdgewerke einbeziehen
Dachmaterial, Werkzeuge, Schutt und Verpackung können Beschäftigte oder Dritte unterhalb treffen. Zuerst wird das Herabfallen durch sichere Lagerung, geschlossene Behälter, Fußleisten oder andere technische Maßnahmen verhindert. Wo das nicht vollständig gelingt, kommen Schutzeinrichtung, räumlich-zeitliche Trennung, Absperrung und Kennzeichnung in der erforderlichen Rangfolge hinzu.
Die Baustellenverordnung weist Bauherrn, Koordinator und Arbeitgebern verschiedene Aufgaben zu. Der SiGe-Plan koordiniert gemeinsame und besonders gefährliche Arbeiten, ersetzt aber nicht die tätigkeitsbezogene Beurteilung des Dachdeckerarbeitgebers. Die Baustellenkoordination vertieft Rollen und gemeinsame Schutzmaßnahmen; hier wird nur deren konkrete Übergabe an die Dachkolonne festgehalten.
Gefahrstoffe im Bestand vor dem Eingriff klären
Dachsanierung kann Asbest, alte Mineralwolle, teerhaltige Produkte, Schimmel, Taubenkot oder andere Stoffe freisetzen. § 6 GefStoffV verlangt, die bereitgestellten Bestandsinformationen daraufhin zu prüfen, ob Gefahrstoffe bei Eingriffen freigesetzt werden können. Reichen die Angaben nicht aus, kann eine besondere Prüfung und gegebenenfalls technische Erkundung erforderlich sein, bevor die Tätigkeit beginnt.
Das Dachformular erfasst daher, ob ausreichende Informationen vorliegen und ob ein Stoffthema an eine eigene fachkundige Beurteilung übergeben wurde. Es legt kein Sanierungsverfahren für Asbest, Mineralwolle oder biologische Belastung fest. Auch Bitumen, Kleber, Lösemittel, Flüssiggas und Heißverfahren werden produkt- und tätigkeitsbezogen separat bewertet.
PSAgA nur als vollständiges Schutz- und Rettungssystem einsetzen
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz besteht nicht nur aus einem Auffanggurt. DGUV Regel 112-198 verbindet Einsatzzweck, kompatible Komponenten, Anschlagmöglichkeit, bestimmungsgemäße Benutzung, Einflüsse am Arbeitsplatz und Kontrolle. Dachkante, Fallraum, Pendelbewegung, scharfe Kanten und Hindernisse müssen zum ausgewählten System passen.
| Systemfrage | Erforderlicher Baustellenbeleg |
|---|---|
| Warum ist kollektiver Schutz nicht geeignet oder möglich? | nachvollziehbare Auswahlbegründung im Arbeitsbereich |
| Wofür ist das System ausgelegt? | Herstellerangabe und tätigkeitsbezogene Systemfestlegung |
| Wo darf angeschlagen werden? | eindeutige Zuordnung und Nachweis der vorgesehenen Einrichtung |
| Reicht der freie Raum? | Berechnung oder fachkundige Ermittlung für die reale Geometrie |
| Beherrschen Beschäftigte die Benutzung? | praktische, systembezogene Unterweisung und Übung |
| Wie wird eine aufgefangene Person gerettet? | einsatzbereites Verfahren, Ausrüstung, Personal und Alarmweg |
Die DGUV Regel 112-199 behandelt Rettungssysteme und Rettungskonzepte. Eine allgemeine Notrufnummer genügt nicht, wenn eine Person nach einem Auffangvorgang nicht rechtzeitig und sicher aus der Hängelage befreit werden kann. Die Seiten PSA gegen Absturz, PSAgA-Prüfung und Unterweisungsvorlage besitzen die jeweiligen Detailintents.
Wirkung mit konkreten Baustellenbelegen prüfen
Eine Bestellung, Montagebestätigung oder Unterweisung zeigt zunächst eine Aktivität. Der Wirkungsbeleg muss auf die festgestellte Gefahr antworten und unter den vorgesehenen Arbeitsbedingungen prüfbar sein.
| Ausgangsbefund | Maßnahme | Geeigneter Wirkungsbeleg |
|---|---|---|
| Lichtkuppel ist nicht nachweisbar durchsturzsicher | belastbare technische Sicherung nach Fachplanung herstellen | Begehung bestätigt vollständigen Schutz ohne ungesicherte Lücke |
| Materialübergabe öffnet den Seitenschutz | Übergabe und Schließfolge technisch neu gestalten | Probetransport gelingt ohne offene Absturzkante |
| Dachzugang endet neben ungesicherter Kante | sicheren Überstieg und Kantenabschluss einrichten | Auf- und Abstieg kann innerhalb des Schutzbereichs erfolgen |
| lose Dämmplatten werden vom Wind erfasst | Paketierung, Lagerort und Stop-Kriterium ändern | Kontrolle bei zulässiger Wetterlage zeigt standsichere Lagerung |
| Rettungsplan nennt nur Feuerwehr | betriebliches Verfahren mit Personal und Ausrüstung festlegen | praktische Probe erreicht den definierten sicheren Zustand |
Scheitert die Prüfung, wird der Befund nicht freigegeben. Je nach Gefährdung folgen Nachbesserung, kleinere Arbeitsgrenze oder Arbeitsstopp. Die letzte PDF-Seite hält Wirkung, verbleibendes Risiko und Entscheidung bewusst in verschiedenen Feldern.
Suchintents im Baustellencluster klar trennen
Diese Seite besitzt den direkten Download-Intent für eine leere Dachdecker-Beurteilung. Die Gefährdungsbeurteilung Baustelle erklärt die gewerkeübergreifende Methode, während die Baustellen-PDF-Vorlage ein allgemeines Baustellenformular bleibt. Arbeitsschutz auf Baustellen ordnet Verantwortungsrollen und Projektphasen ein.
Die Dachdecker-PDF sammelt nur die Ergebnisse spezialisierter Teilprozesse. Sie kopiert weder die TRBS-Auslegung noch Prüfintervalle, Systemberechnung, Gerüstfreigabe, Eignungsentscheidung oder das PSAgA-Unterweisungsprotokoll. Die internen Links sind deshalb gerichtet und geben jede Detailfrage an die dafür zuständige Seite ab.
Redaktioneller Stand und Grenzen
Artikel und Formular wurden am 18. August 2026 anhand der amtlichen Vorschriften, der BAuA-Regeln, der DGUV-Publikationen und der zehn sichtbaren Wettbewerbsangebote abgeglichen. Das BAuA-Verzeichnis der TRBS führt TRBS 2121 mit Stand Juli 2018 und Teil 1 mit Stand Januar 2019. Die aktuelle DGUV Information 201-056 trägt das Ausgabedatum September 2025 einschließlich der in der Onlinefassung dokumentierten Korrekturen.
Die Arbeitshilfe ersetzt keine Baustellenbegehung, Tragfähigkeits- oder Statikprüfung, Gerüstplanung und -prüfung, Anschlag- oder Systemberechnung, Gefahrstofferkundung, Brandschutzfreigabe, praktische Unterweisung oder Rettungsübung. Sie gibt keine universelle Windgrenze und keine automatische Arbeitsfreigabe vor. Entscheidend bleiben die wirkliche Dachfläche, der aktuelle Bauzustand und die fachkundig nachgewiesene Schutzwirkung.